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Arbeitsschutz im Schülerpraktikum

Es hat sicherlich noch keinem geschadet, ein wenig zu arbeiten – aber zum Schutz Minderjähriger müssen die gesetzlichen Regelungen strikt eingehalten werden. Und auch die Schülerpraktikanten sollten wissen, wann sie „Nein“ sagen dürfen.

Grundsätzlich gelten für Praktikanten dieselben Arbeitszeitvorgaben wie für minderjährige Auszubildende. Geregelt sind diese im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), das zuletzt am 7.7.2015 geändert wurde. Als „Kind“ gelten dort 13- und 14-Jährige (noch Jüngere dürfen überhaupt nicht arbeiten), als „Jugendliche“ alle 15- bis 17-Jährigen.

Arbeitszeiten im Schülerpraktikum lt. JArbSchG:

  • 14-Jährige arbeiten maximal sieben Stunden pro Tag und 35 Stunden pro Woche (§ 7 JArbSchG).
  • 16- und 17-Jährige arbeiten maximal acht Stunden pro Tag; geringfügige Überschreitungen sind erlaubt (§ 8 Abs. 1).
  • Die Überschreitung der Gesamt-Wochenarbeitszeit von 40 Stunden für 16- und 17-Jährige ist verboten.
  • Samstag und Sonntag sind frei (§§ 16–18).
  • Es besteht ein Recht auf Pausen. Sie werden nicht in die tägliche Arbeitszeit einberechnet und dauern mindestens 15 Minuten bei bis zu viereinhalb Stunden, 30 Minuten bei bis zu sechs Stunden und 60 Minuten bei bis zu acht Stunden täglicher Arbeitszeit (§§ 4 und 11).
  • Die Pause ist am Stück zu gewähren.
  • Zwischen Arbeitsende am einen und Arbeitsbeginn am nächsten Tag müssen mindestens zwölf Stunden liegen (§ 13).
  • Die regulären Arbeitszeiten beginnen nicht vor sechs Uhr morgens und enden nicht nach 20 Uhr abends (Ausnahmen: Gastronomie, Bäckereien, Schaustellergewerbe, mehrschichtige Betriebe; § 14).

Urlaubsanspruch beim Schülerpraktikum

Da kein geregeltes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis besteht, besteht kein Urlaubsanspruch. Die meisten Unternehmen sind ab einer gewissen Praktikumslänge (drei oder mehr Monate) jedoch durchaus kulant, wenn ein paar Tage Auszeit genommen werden.