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Der Weg zur eigenen Wohnung

Endlich ausziehen! Die erste eigene Wohnung, das riecht nach Freiheit. Nur wie findet man das erste eigene Zuhause, ohne zu viel zu bezahlen?

Die meisten angehenden Studierenden oder Azubis recherchieren in den einschlägigen Online-Immobilienbörsen wie Immobilienscout24.de, Immonet oder Immowelt. Über ebay Kleinanzeigen suchen viele junge Leute kurzfristig Nachmieter oder Mitbewohner. Eine gute Idee ist es auch, in Supermärkten die Aushänge zu durchforsten – oder hier selbst ein Wohnungsgesuch auszuhängen. Für Erstsemester stellen die Studentenwerke vor Ort zudem oft Listen mit freien Wohnungen zusammen.

Nicht zu teuer mieten

Vor allem in größeren Städten sind die Mieten ziemlich hoch, sodass oft nur die nicht so eleganten Gegenden für junge Leute bezahlbar bleiben. Aber auch hier versucht so mancher Vermieter, die verzweifelt Wohnungssuchenden zu benachteiligen. Ein erster Anhaltspunkt, wieviel eine Wohnung kosten dürfte, liefert der Mietspiegel der Stadt bzw. des Bezirks.

Wer im hippen Univiertel wohnen will, muss gegebenenfalls Kompromisse eingehen. Möblierte Zimmer oder WG-Zimmer sind meist günstiger als vergleichbare Einzimmerwohnungen. Manchmal kann man sich auch einige Monatsmieten sparen, wenn man dafür anstehende Renovierungsarbeiten (professionell!) selbst durchführt.

Details zum Mietvertrag im Vorfeld klären

Wenn eine schöne, bezahlbare Wohnung gefunden wurde, sind die Details zu klären. Nehmen Sie die Nebenkosten genau unter die Lupe und erstellen Sie eine Liste der sonstigen Fixkosten. Wer nur im Kopf rechnet, vergisst schnell „Kleinigkeiten“ wie GEZ, Telefonkosten oder eine eventuelle Stellplatzmiete. Und wundert sich später, wenn das Geld nicht reicht.

In der Regel ist bei der Anmietung eine Kaution in Höhe von drei Kaltmieten zu zahlen. Dieses Geld ist nicht verloren, aber es muss natürlich verfügbar sein. Außerdem erwartet der Vermieter einen Nachweis über die Mietschuldenfreiheit des künftigen Mieters und seinen Schufa-Status.

Umzug? Ummeldung nicht vergessen!

Wer umzieht, muss das dem Bürgeramt innerhalb von einer, manchmal zwei Wochen nach Umzug melden. Da viele Bürgerämter überlastet sind, gilt es, dort so früh wie möglich wegen eines Termins anzufragen. Wer alleine in eine Wohnung zieht oder eine neue WG gründet, muss das auch der GEZ melden. Die GEZ-Gebühr wird pro Wohnung entrichtet, unabhängig von der Zahl der Bewohner oder der Rundfunkgeräte. Die Anmeldung kann online erfolgen unter www.rundfunkbeitrag.de.

Privathaftpflicht – auch für Mietsachschäden

Wer anderen einen Schaden zufügt, muss für den Schaden bezahlen. Das klingt zunächst schlicht vernünftig, kann aber schnell teuer werden. Die Privathaftpflicht ist daher eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Sie springt aber beispielsweise bei Schäden an gemieteten Sachen nicht immer ein. Wer über 25 ist – bis dahin ist er während der Erstausbildung über die Eltern versichert – sollte eine Privathaftpflicht abschließen und darauf achten, dass so genannte „Mietsachschäden“ mit eingeschlossen sind.

Möbel und mehr gut versichern

Eine Hausratversicherung ist eine Sachversicherung, die unter anderem bei Wasserschäden, Einbruch oder Feuer für den Schaden aufkommt. Sie gilt für Möbel und anderen Hausrat, schließt aber auch Nahrungsmittel, Fahrräder und Computer mit ein. Die Hausratversicherung ist zwar keine Pflichtversicherung, aber eine empfehlenswerte Ergänzung der übrigen Versicherungen, sobald man alleine wohnt.