AOK Plus Bewerbungsplaner

Gut vorbereitet in die Ausbildung

Ohne Formalitäten und Formulare geht es leider nicht – auch nicht beim Start in die Ausbildung. Damit Ihr Kind seine Ausbildung entspannt beginnen kann und alle finanziellen und versicherungsrechtlichen Aspekte abgeklärt sind, haben wir Ihnen eine kurze Checkliste zusammengestellt.

Manche der Unterlagen sind schnell angefordert, andere benötigen einigen Vorlauf. Denken Sie also daran, rechtzeitig entsprechende Anfragen abzusenden. Für den Start ins Arbeitsleben benötigt Ihr Nachwuchs:

  • BAföG: Ob Ihr Kind BAföG-berechtigt ist, finden Sie am einfachsten unter www.bafög.de heraus. Das Berufsausbildungsförderungsgeld wird vom Amt für Ausbildungsförderung in dem Bezirk gewährt, in dem der Antragsteller wohnt oder in dem der Ausbildungsstätte.
  • Berufsausbildungsbeihilfe: Diese finanzielle Unterstützung kann bei der Agentur für Arbeit beantragt werden – sofern der Auszubildende für die Ausbildung ausziehen muss. Für den Antrag sind sowohl ein gültiger Miet- als auch Ausbildungsvertrag vorzulegen.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung gilt nur für Personen, die vor 1961 geboren wurden – für alle Jüngeren ist es daher empfehlenswert, rechtzeitig eine entsprechende Zusatzversicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit abzuschließen.
  • Elektronische Gesundheitskarte (EGk): Die elektronische Gesundheitskarte weist die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Krankenkasse nach; auf ihr ist neben den Kontaktdaten des Inhabers seine Krankenversichertennummer gespeichert. Die EGk wird bei Neuabschluss einer Krankenversicherung automatisch ausgestellt und zugesendet, sobald ein Foto des Versicherten vorliegt.
  • Gesundheitsbescheinigung: Treten Unter-18-Jährige ins Berufsleben ein – beispielsweise in Form einer Ausbildung – müssen sie zunächst eine Gesundheitsuntersuchung zu ihrem Schutz absolvieren.
  • Girokonto: Endlich das erste eigene Gehalt. Dafür muss in jedem Fall ein Girokonto vorhanden sein. Vergleichen lohnt sich, einige Banken verlangen Kontoführungsgebühren, andere nicht.
  • Kindergeld: Der Beginn einer Ausbildung bedeutet nicht das Ende der Kindergeldzahlungen. Bis zum 18. Lebensjahr wird das Kindergeld in jedem Fall gezahlt. Danach werden die Kindergeldzahlungen – gegen Nachweis! – für die Dauer der Erstausbildung fortgesetzt.
  • Lohnsteuer: Wer arbeitet, braucht eine Steueridentifikationsnummer (Steuer-IdNr.). Die elfstellige Nummer gilt ab Erstausstellung lebenslang. Sie ist auch dann erforderlich, wenn man noch keine Steuern zahlen muss, denn der Arbeitgeber muss die Lohnzahlungen nachweisen.
  • Mitgliedsbescheinigung einer Krankenversicherung: Der Arbeitgeber benötigt innerhalb von 14 Tagen eine standardisierte Bescheinigung über die Mitgliedschaft in einer Krankenkasse. Wir stellen diese auf Anfrage kurzfristig aus.
  • Schulzeitbescheinigung: Diese Bescheinigung ist sozusagen eine Investition in die Zukunft. Sie wird von der (bisher) besuchten Schule ausgestellt. Drückt man nach dem 17. Geburtstag nämlich noch die Schulbank, können davon bis zu drei Jahre für die Rente angerechnet werden.
  • Sozialversicherungsausweis: Er bestätigt die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Sozialversicherung. Oft ist der Sozialversicherungsausweis einem neuen Arbeitgeber vorzulegen.